Umweltschutz an Bord
Unser Flottenmanagement arbeitet ständig an innovativen Lösungen, um den Betrieb der Hapag-Lloyd Flotte zu optimieren. Unsere Seeleute sorgen dabei im täglichen Schiffsbetrieb für aktiven Umweltschutz.
Neue Software sorgt für dynamische Trimmung
Hapag-Lloyd ergänzt sein Umweltengagement
Unsere Schiffe haben stets eine optimale Lage im Wasser – Trimmung. Dabei wird unsere Besatzung an Bord seit kurzem von einer intelligenten Software unterstützt. Während der gesamten Seereise kann nun der dynamische Trimm des Schiffes im Wasser gemessen und elektronisch optimiert werden. Das führt zu einem effizienteren Schiffsbetrieb und senkt somit die Emissionen und schützt die Umwelt.
In Ergänzung dazu sorgen unsere erfahrenen Stauplaner bereits an Land für eine optimierte Stauplanung der Schiffe und somit für eine verbesserte Trimmung.
Sicheres umweltgerechtes Recycling von Schiffen
Bereits heute hat Hapag-Lloyd es sich zur Aufgabe gemacht, für alle Neubauten das sogenannte Inventory of Hazardous Materials (IHM) auszustellen.
Das Marine Environmental Protection Commitee (MEPC) der IMO hat bestimmte Voraussetzungen definiert, um sicheres und umweltfreundliches Recycling von Schiffen zu gewährleisten, das IHM. Diese zertifizierten Verzeichnisse, die voraussichtlich erst 2013 international zur Vorschrift werden, listen alle im Schiff verbauten potentiell gesundheits- und umweltschädlichen Stoffe auf. Während des gesamten Lebenszyklus eines Schiffes wird das IHM ständig aktualisiert.
Unsere Schiffe fahren mit reduzierter Geschwindigkeit - Slow Steaming
Slow Steaming oder Geschwindigkeitsreduzierung ist eines der wirkungsvollsten Instrumente, um den Schadstoffausstoß im täglichen Schiffsbetrieb erheblich und ohne Zeitverzögerung zu verringern.
Hapag-Lloyd lässt bereits zahlreiche Schiffe mit reduzierter Geschwindigkeit fahren. Der Brennstoff-Verbrauch sinkt dabei um bis zu 50%. In gleicher Größenordnung sinken dabei auch die CO2- sowie die Schwefel- und Stickoxid-Emissionen. Damit die wöchentlichen Abfahrten gewährleistet bleiben, wurde vielfach ein zusätzliches Schiff in dem jeweiligen Service eingesetzt. Berücksichtigt man das Extra-Schiff in der CO2-Bilanz des gesamten Dienstes, bleibt immer noch eine Reduzierung der Schadstoffe um rund 30%.
Ballastwasser-Management für den Schutz einheimischer Meerestiere und -pflanzen
Ballastwasser sorgt für eine optimale, sichere Lage des Schiffes im Wasser. Im Rumpf des Schiffes sind daher mehrere Tanks für Ballastwasser verteilt. Je nach Bedarf kann das Ballastwasser zwischen den Tanks hin und her gepumpt werden, um ein Gleichgewicht herzustellen. Mit dem Ballastwasser, das aus dem Meer entnommen wird, können jedoch Organismen in fremde Gewässer eingeschleppt werden. Damit ökologisch unerwünschte Effekte vermieden werden, wendet Hapag-Lloyd ein strenges Ballastwasser-Management an: das Abpumpen von Ballastwasser erfolgt ausschließlich auf hoher See, da die meisten Organismen dort nicht überlebensfähig sind bzw. keine Möglichkeit haben, in fremde Ökosysteme einzuwandern. Systeme, die das Ballastwasser in Zukunft sogar reinigen, befinden sich in der Entwicklung.
"No Garbarge Over Board" - Policy
An Bord unserer Schiffe gelten strenge einheitliche Vorschriften zur Handhabung von Abfällen. Dies reicht von: der Mülltrennung an Bord, dem sorgfältigen Umgang mit Problemstoffen bis hin zur strikten Anweisung, dass nichts ins Meer geworfen werden darf - „No Garbage Over Board“ - Policy. Alle Abfälle werden fachgerecht an Land entsorgt.
Weather Routing: Routenplanung anhand von Wetterprognosen
Vorausschauendes Fahren spart Treibstoff. Dank modernster Navigations- und Kommunikationstechnologie auf unseren Schiffen werden negative Wetter- und Meereseinflüsse (Stürme, Wellengang, Strömungen etc.) rechtzeitig erkannt und umfahren. Für eine optimale Routenplanung nutzen wir das meteorologische Know-how externer Dienstleister. Unsere Kapitäne werten die Wetterkarten der externen Dienstleister direkt auf einem Computer aus. Im Falle schwieriger Wetterlagen lassen sie sich direkt von den Experten beraten.
Schadstoffarme Treibstoffe in küstennahen Schutzzonen
Der Schwefelgehalt des Treibstoffs hat unmittelbar Auswirkungen auf den Schwefeloxidausstoß eines Schiffes. In Sonderschutzzonen (Emission Control Areas, ECAs) wie der Nord- und Ostsee arbeiten unsere Schiffsmaschinen mit dem hier vorgeschriebenen Schwefelgehalt von maximal nur 1,0%. Zahlreiche Hapag-Lloyd Schiffe betreiben ihre Hilfsdiesel für die Stromerzeugung in den Häfen schon seit langem mit sehr schwefelarmem Dieselöl. Seit 2010 ist dies in den Häfen der EU Pflicht. Auch in anderen Häfen der Welt nimmt Hapag-Lloyd an freiwilligen Umweltschutzmaßnahmen teil und gehört oft zu den Vorreitern. Für das vorbildliche Verhalten unserer Schiffe, die Long Beach an der US-Westküste anlaufen, haben wir den Green Flag Environmental Achievement Award erhalten. Zudem halten wir uns dor auch an die vorgeschriebenen Regeln des Calfornia Air Resouces Board (CARB).
Im Durchschnitt liegt der Schwefelgehalt unseres Treibstoffs deutlich unter dem von der International Maritime Organization (IMO) geforderten Grenzwert von 3,5%. Im weltweiten Durchschnitt liegt der Schwefelgehalt des von Hapag-Lloyd-Schiffen verbrauchten Schweröls bei 2,3%.
