29.08.01
Die Taucherfirma "Sea Explorer", die bereits bei vielen Wracks getaucht und Teile der Ladung geborgen hat, ist derzeit dabei, Tauchgänge zur "Cimbria" zu unternehmen. Es wurden bereits Wein und handbemaltes Porzellan an die Oberfläche befördert. Hier einige Informationen zur Kollision der "Cimbria" mit dem britischen Kohlendampfer "Sultan":
Das Schiff wurde 1867 von der renommierten Werft Caird & Co in Greenock/Schottland für die Hamburg-Amerikanische Packetfahrt Actien-Gesellschaft, Hamburg, gebaut. Die "Cimbria" lief am 13. April 1867 zu ihrer Jungfernreise von Hamburg nach New York aus und fuhr 16 Jahre lang im regelmäßigen Liniendienst auf dieser Route. Der Dampfer verfügte über eine Einfach-Expansions-Dampfmaschine mit 1.500 PS und erreichte eine Geschwindigkeit von 12 Knoten. Er beförderte Ladung und bis zu 678 Passagiere in drei Klassen über den Nordatlantik. Das Schiff war bei einer Länge von 104 Metern und einer Breite von 12 Metern mit 3.037 BRT vermessen. Die Tragfähigkeit belief sich auf 1.000 Tonnen. Auf der 70. Reise wurde die "Cimbria" am 19. Januar 1883 um 2.00 Uhr nachts im Nebel etwa drei Seemeilen nordöstlich von Borkum-Feuerschiff von dem britischen Kohlendampfer "Sultan" aus Hull gerammt. Die "Cimbria" legte sich schwer auf die Seite und begann schnell zu sinken. Dennoch gelang es der Besatzung, drei Rettungsboote zu Wasser zu lassen. Von den 91 Mann Besatzung unter Kapitän Julius Hansen und 401 Passagieren, zumeist slowenische Auswanderer, konnten 39 Personen aus den Rettungsbooten geborgen werden. Weitere 17 überlebten auf den aus dem Wasser ragenden Masten des Schiffes.
|