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Neue Containerriesen in Korea getauft

19 May 2000

Heute wurden in Ulsan/Korea die beiden Hapag-Lloyd-Neubauten "Bremen Express" und "Tokyo Express" getauft. Sie verfügen über eine Kapazität für je 4.890 Standardcontainer. Bis Ende 2000 stockt Hapag-Lloyd die Flotte von jetzt 25 auf 29 Einheiten auf.

Es war ein Novum in der 153-jährigen Unternehmensgeschichte: Hapag-Lloyd feierte heute auf der Werft der Hyundai Heavy Industries in Ulsan/Korea eine Doppeltaufe. Die beiden Containerschiffe, "Bremen Express" und "Tokyo Express", wurden in einem Dock nebeneinander gebaut. Die Kiellegung erfolgte am 10. Januar 2000. In wenig mehr als vier Monaten stellte die Werft die beiden Containerriesen fertig. Sie sind 294 Meter lang, 32 Meter breit und verfügen bei einer Kapazität für 4.890 Container über eine Tragfähigkeit von jeweils 67.000 Tonnen. Die Dienstgeschwindigkeit beträgt 24 Knoten. Beide Schiffe fahren unter deutscher Flagge.

Getauft wurde die "Bremen Express" von Birgit Müller, Ehefrau von Götz-Michael Müller, Geschäftsführer der Brauerei Beck & Co., Bremen. Andrea Casjens, Ehefrau des Schifffahrtsvorstandes Günther Casjens, gab der "Tokyo Express" den Namen.

Bernd Wrede, Vorsitzender des Vorstands der Hapag-Lloyd AG, zeichnete in seiner Ansprache vor 250 Gästen aus dem asiatischen Raum ein positives Bild von der wirtschaftlichen Entwicklung der Region. Viele Länder hätten sich nach der Asien-Krise schnell erholt und alle Erwartungen übertroffen. "Während bislang vor allem der Export als Wachstumsmotor fungierte, ist jetzt der zunehmende Anstieg der Importe ein Indikator für die Erholung der Volkswirtschaften", betonte er. Hapag-Lloyd begrüße diese Entwicklung, führte doch das bisherige beachtliche Ungleichgewicht zwischen Im- und Exporten zu erheblichen Mehraufwendungen für alle Reedereien.

Schifffahrtsvorstand Günther Casjens machte deutlich, dass Hapag-Lloyd auf Wachstumskurs bleiben will. Vier weitere baugleiche Neubauten bringt Hapag-Lloyd in den kommenden Monaten in Fahrt. Ende 2000 wird die Flotte aus 29 Großcontainerschiffen bestehen. Alle Schiffe werden im Rahmen der Grand Alliance, dem größten Konsortium in der weltweiten Linienschifffahrt, eingesetzt. Neben Hapag-Lloyd gehören der Allianz vier Reedereien aus Asien und Europa an.

Die Partner setzen in ihren Diensten mehr als 100 Schiffe ein und betreiben gemeinsame Verkehre auf den Hauptschifffahrtsrouten zwischen Europa, Asien und Amerika. Um am schnellen Wachstum im internationalen Containerverkehr – der Anstieg beträgt jährlich zwischen sechs und acht Prozent – angemessen zu partizipieren, wird Hapag-Lloyd die Flotte auch in den kommenden Jahren ausbauen. Im März 2000 wurden vier Containerschiffe mit einer Stellplatzkapazität von je 7.200 TEU bestellt. Sie werden zu den weltweit größten Einheiten zählen. Die Bauwerft ist erneut Hyundai Heavy Industries, Ulsan/Korea. Die Ablieferung erfolgt zwischen 2001 und 2003. "Diese Bestellung bedeutet den Schritt in eine neue Schiffsgeneration", erläuterte Günther Casjens.

Die Region Asien spielt für Hapag-Lloyd traditionell eine bedeutende Rolle. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts unterhielten Hapag und Norddeutscher Lloyd, die Gründungsgesellschaften der Hapag-Lloyd AG, "Reichspostdampferlinien", die dem Außenhandel neue Absatzchancen schufen. Heute ist Hapag-Lloyd an 37 Standorten im asiatisch-pazifischen Raum mit eigenen Büros vertreten. Die Zentrale der Region Asien/Australien befindet sich in Singapur.

Mit dem Schiffsnamen "Bremen Express" bringt Hapag-Lloyd seine Verbundenheit zu Deutschland zum Ausdruck, die "Tokyo Express" steht – ebenso wie unsere Schiffe "Hong Kong Express" und "Shanghai Express" – stellvertretend für unser Engagement in der asiatischen Region.

Die Namen "Bremen" und "Tokio" haben im Unternehmen Tradition. Die heute getaufte "Bremen Express" ist bereits das dritte, die "Tokyo Express" das zweite Containerschiff dieses Namens, erstmals jedoch in der internationalen Schreibweise der japanischen Hauptstadt.

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