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Jaspers erste große Fahrt

Erinnern Sie sich noch an unseren Azubi Jasper Wiese? Im Dezember haben wir Ihnen den angehenden Schiffsmechaniker erstmals vorgestellt. Inzwischen hat er seine erste längere Reise auf einem Containerschiff hinter sich gebracht. Was er erlebte.

Seit seinem Start im Sommer 2015 hat Jasper Wiese zahlreiche Ausbildungsabschnitte durchlaufen. Bis Ende November lernte er im Maritimen Kompetenzzentrum in Elsfleth bei Hamburg zunächst die Grundlagen der Schiffbetriebstechnik, der Nautik und der Schiffsicherheit. Ende des Jahres wurde es dann für ihn und zwölf weitere Auszubildende ernst: Am ersten Dezember stachen sie gemeinsam auf dem Hapag-Lloyd Ausbildungsschiff „Kuala Lumpur Express“ zur ersten Gruppenreise in See und mussten in der Praxis zeigen, was sie können. Damit begann endlich der heiß ersehnte praktische Ausbildungsteil an Bord. „Der erste Tag war besonders emotional“, berichtet Jasper Wiese. „Denn zum einen verabschiedet man seine Familie und Freunde für mehr als zwei Monate, freut sich aber auch auf die kommende Zeit an Bord.“ Besonders beeindruckt war er von der Größe der „Kuala Lumpur Express“. „Sie ist wie eine kleine Stadt auf dem Wasser.“

Jasper Wiese auf seiner ersten großen Fahrt auf der "Kuala Lumpur Express".

Ausbilder Tobias Albert betreute die Azubis an Bord. Er war vor neun Jahren selbst Azubi bei Hapag-Lloyd und unterstützt nun den Nachwuchs dabei, sich auf dem Containerriesen zurecht zu finden, den Bordalltag kennenzulernen und sich an das Arbeitsleben zu gewöhnen. Der erste Tag an Bord begann für die Azubis um sechs Uhr morgens, als das Schiff in Hamburg ablegte. Dann hieß es Leinen einholen sowie Zusatzleine klarieren und klarlegen (seemännisch für aufräumen). Später stand ein „Abandon Ship Drill“ mit Bemannung des Freifallbootes auf dem Programm. “Diese Übung muss die Besatzung immer dann durchführen, wenn über 25 Prozent der Crew gewechselt wird“, erklärt Ausbilder Tobias Albert.

Ausbilder Tobias Albert war vor neun Jahren selbst Azubi bei Hapag-Lloyd.

Dienstagabend mussten die Azubis dann beweisen wie viel Kraft in ihnen steckt: „Eine Übung hat sich als wahres Muskeltraining bewiesen“, berichtet Jasper. „Da haben wir zwei neue Zusatzleinen nach vorn und nach achtern befördert, die beide jeweils 200 Meter lang sind. Auch mit 13 Auszubildenden ist dies eine sehr anstrengende Arbeit.“ Darüber hinaus stand regelmäßiger Theorieunterricht bei Tobias Albert auf dem Ausbildungsplan. „Es macht mir riesigen Spaß, mein Wissen weiterzugeben“, erzählt der Ausbilder.

„Insgesamt ist der Umgang an Bord herzlich und gemeinschaftlich gewesen – mit der gesamten Crew, nicht nur zwischen den Auszubildenden. Wir konnten jederzeit alle Fragen stellen, auch noch nach Feierabend“, erzählt Jasper. Und Tobias Albert ergänzt: „Natürlich bin ich in erster Linie eine Respektperson. Mir ist es allerdings auch sehr wichtig, dass wir gemeinsam Spaß an der Arbeit haben.“

Jasper und die anderen Azubis beim 'Sport für die Arme'.

Nach einem Zwischenstopp in Rotterdam und Southampton nahm Kapitän Uwe Fiedler Kurs auf die US-amerikanische Ostküste. Dort gab es in jedem Hafen sogar etwas Zeit für einen kurzen Landausflug. So unternahmen sie in New York eine Fahrradtour, in Norfolk einen Besuch in einer Shopping-Mall, in Charleston und Savannah wurden die Innenstädte besichtigt. In Savannah, der letzten Hafenstadt an der amerikanischen Küste, wurde zudem Jaspers zwanzigster Geburtstag gefeiert. Dann ging es wieder zurück nach Europa.

Nach der Rückfahrt über den Atlantik legte die „Kuala Lumpur Express“ Zwischenstopps in den europäischen Häfen Le Havre, Southampton und Rotterdam und Kaliningrad ein. „In der russischen Hafenstadt schneite esdann allerdings so sehr, dass das Schiff den Hafen zunächst nicht verlassen durfte“, erzählt Tobias Albert. Nachdem sich das Wetter jedochwieder beruhigt hatte, gaben die Behörden schließlich grünes Licht. Das Schiff konnte Richtung Hamburg auslaufen. Und wie fand Jasper seine erste große Ausbildungsfahrt auf einem Containerschiff? „Die Zeit verging wirklich wie im Flug und mir kam es auch nach ein paar Wochen noch so vor, als wäre ich erst einen Tag an Bord. Trotz der vielen Arbeit war es einfach die beste Entscheidung, zur See zu fahren“, erzählt er freudestrahlend. Ausbilder Tobias Albert freut sich derweil auf seinen Urlaub, den er auf seinem Segelboot verbringen will. „Ohne Wasser oder Schiffe halte ich es einfach nicht aus“, sagt er.

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