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Pasta aus Italien für die Welt: Barilla im Porträt

Barilla lässt 1,7 Millionen Tonnen Pasta, Backwaren und Soßen pro Jahr transportieren – ein Großteil der Produkte wird in Italien hergestellt und in ausländische Märkte exportiert. Grundsätzlich gilt jedoch die Devise: Möglichst kurze Wege für hohe Margen.

Frische Basilikumblätter, knackige Nüsse, cremiger Käse und etwas Öl, abgeschmeckt mit ein wenig Knoblauch und Salz – das sind die Grundzutaten des wohl bekanntesten Pestorezeptes überhaupt: Pesto alla genovese. Das Wort „Pesto“ leitet sich im Italienischen vom Verb „pestare“ ab und bedeutet „zerstampfen“. Denn so wird die Kräuterpaste traditionell hergestellt: indem man die rohen Zutaten im Mörser miteinander vermengt und zerstampft. Um dann mit dem Pesto Pasta oder auch Gemüse, Fisch oder Fleisch zu krönen.

1863 wurde das traditionell aus Ligurien stammende Pesto erstmals dokumentiert, seinen Ursprung hat es vermutlich aber schon im Mittelalter. Und noch heute erfreut sich die grüne Paste großer Beliebtheit. „Pesto alla genovese gehört im Soßenbereich weltweit zu unseren Bestsellern“, bestätigt Gianluigi Mason, Senior Manager International and Overseas Transportation bei Barilla. Seit Dezember 2018 ist er für den internationalen Transport der fertigen Produkte zuständig.

„Mit unseren Produkten wollen wir stets den neuesten Trends in der Ernährungsindustrie nachkommen“, so Mason. Aktuell sind das pflanzliche Produkte. Das bezieht sich nicht nur auf vegetarische oder sogar vegane Soßen, sondern auch auf Pasta. „Neu in unserem Sortiment sind beispielsweise Vollkornpasta, glutenfreie Nudeln sowie Penne, Fusili und Casarecce aus Hülsenfrüchten.“ Statt Mehl basieren diese neuen Kreationen auf Kichererbsen oder roten Linsen.

Barilla ist Weltmarktführer im Pasta-Segment. Der Nahrungsmittelkonzern umfasst zahlreiche Lebensmittelmarken, die fast ausschließlich im Bereich der Getreideprodukte angesiedelt sind. So gehören auch Knäckebrot von Wasa, Toast von Harrys oder Kekse von Pan di Stelle und Mulino Bianco zum Markenportfolio des Unternehmens.

Insgesamt 29 Produktionsstandorte besitzt Barilla, wozu zahlreiche Getreidemühlen gehören. „Allein in Italien haben wir zehn Standorte“, erklärt Mason. „Hier stellen wir einen Großteil unserer Ware her. Italien ist nach wie vor der größte Markt für Pasta.“ Doch auch in anderen europäischen Ländern wie Frankreich, Deutschland, Griechenland, Schweden und der Türkei produziert Barilla. „Unsere Devise ist, möglichst kurze Transportwege zu haben“, so der 40-Jährige. „So gelangen unsere Produkte frisch in die Regale, wir halten die Kosten gering und erzielen gute Margen.“ Um dies zu ermöglichen, unterhält Barilla eigene Produktionsstandorte für große Absatzmärkte wie die USA, Mexiko und Russland. „Wir exportieren unsere Produkte über weite Distanzen nur dorthin, wo sich keine lokale Manufaktur lohnt. Oder wir transportieren nur spezielle Waren, die ausschließlich in Italien hergestellt werden.“

Statt über Spediteure zu gehen, verhandelt Barilla und somit Gianluigi Mason seit 2017 direkt mit den Linienreedereien. Für ihn hat das klare Vorteile: Mehr Zuverlässigkeit, bei der Verschiffung der Ware und eine bessere Planbarkeit. „Weil wir Jahresverträge abschließen, können wir unsere Kosten gut im Voraus planen“, so Mason. „Außerdem können wir im direkten Austausch mit den Reedereien unsere Bedürfnisse besprechen und gucken, wo es hakt und wie man das verbessern kann.“

Welchen Herausforderungen die Logistikbranche in Zukunft gegenübersteht? „Ganz klar: Digitalisierung, Automatisierung und Nachhaltigkeit“, sagt Mason. Seiner Meinung nach wird die Digitalisierung die Kommunikation beziehungsweise den Austausch von Informationen zukünftig erheblich verbessern. „Schön wäre es, wenn dadurch alle am Prozess Beteiligten noch besser und effizienter zusammenarbeiten. Das betrifft uns als Kunde natürlich ebenso wie Hapag-Lloyd als Reederei. Wir müssen da einfach an einem Strang ziehen.“

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