(Letztes Update: 7. September) Auf dieser Seite finden Medienvertreter:innen die neuesten offiziellen Statements von Hapag-Lloyd zu wichtigen Entwicklungen in der Gesellschaft / im Unternehmen, strategischen Initiativen und branchenbezogenen Themen. Alle Informationen sind verifiziert, zuverlässig und stammen direkt aus erster Hand.
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Statements
Q: Wie blicken Sie auf den Tod von Klaus-Michael Kühne und seinen Beitrag zu Hapag-Lloyd zurück? (Aussage unseres CEO Rolf Habben Jansen)
A: „Klaus-Michael Kühne hatte eine ganz besondere Beziehung zu Hapag-Lloyd. Er verfolgte unsere Entwicklung mit großem Interesse und großer Überzeugung und war zur Stelle, als das Unternehmen starke und verlässliche Anteilseigner brauchte. Ich habe seine klaren Ansichten, seine Leidenschaft für unsere Branche und sein aufrichtiges Interesse am langfristigen Erfolg von Hapag-Lloyd sehr geschätzt. Sein Beitrag zu unserem Unternehmen wird unvergessen bleiben.“
Q: Wie hat sich das Ergebnis von Hapag-Lloyd im zweiten Quartal 2026 entwickelt, und welche Prioritäten setzen Sie für die zweite Jahreshälfte? (Aussage unseres CEO Rolf Habben Jansen)
A: „Das zweite Quartal war besser als das erste und getrieben durch deutlich höhere Spotraten und eine robuste Nachfrage. Unser Gemini Netzwerk ist widerstandsfähig geblieben, hat weiterhin den Markt übertroffen und setzt damit die Messlatte für Fahrplantreue in unserer Branche. Gleichzeitig wächst unser Terminalgeschäft weiter und gewinnt zunehmend an strategischer Relevanz, unterstützt durch starke Umschlagsmengen und Investitionen in neue Assets. Im zweiten Halbjahr 2026 werden wir auf das Wachstum in der Linienschifffahrt und im Terminalbereich fokussiert bleiben und zugleich an strikter Kostendisziplin festhalten, um unsere finanzielle Leistungsfähigkeit weiter zu verbessern.“
Q: Wie wirkt sich das starke Wachstum auf den dominant legs auf den Bedarf an Equipment und Kapazitäten aus? (Aussage unseres CEO Rolf Habben Jansen)
A: „Die Ungleichgewichte nehmen weiter zu. Das bedeutet auch, dass die Kosten für die Repositionierung leerer Container steigen. Bei einem Gesamtwachstum von rund 15 Prozent über einen Zeitraum von drei Jahren benötigen wir dennoch etwa 25 Prozent mehr Kapazität, weil sich der Kapazitätsbedarf vor allem an den dominant legs der jeweiligen Trades orientiert. Dadurch wird unser Geschäft zugleich kapitalintensiver, da wir unsere Flotte schneller ausbauen müssen als das gesamte Transportvolumen wächst.“
Q: Wie ist der Status der ZIM-Transaktion?
A: "Wir haben im Februar unterzeichnet. Am 30. April fand die außerordentliche Hauptversammlung statt, auf der die Transaktion genehmigt wurde. Nun durchlaufen wir die regulatorischen Verfahren - einerseits in Israel, aber auch weltweit, da wir aufgrund kartellrechtlicher Anforderungen in einer Reihe von Jurisdiktionen Anmeldungen vornehmen müssen."
Q: Warum ist das Unternehmen weiterhin davon überzeugt, dass die Transaktion strategisch sinnvoll ist?
A: "Die Logik hinter der Transaktion ist sehr klar: Es geht darum, unsere Position im Markt zu sichern, Zugang zu einer effizienten und modernen Flotte zu erhalten, Zugang zu einem hervorragenden Team und zu einer breiten Kundenbasis zu gewinnen. Und natürlich geht es am Ende auch um Synergien, die wir auf 300 bis 500 Millionen US-Dollar erwarten.
Der Kombination von Hapag-Lloyd und ZIM würde Hapag-Lloyds Marktposition als fünftgrößte Linienreederei weltweit sichern mit einer modernen Flotte von über 400 Schiffen, einer Kapazität von mehr als 3 Millionen TEU und einem jährlichen Transportvolumen von mehr als 18 Millionen TEU. Der Zusammenschluss würde das Netzwerk auf allen wichtigen globalen Handelsrouten stärken und ihre Führungsposition in wichtigen Wachstumsmärkten festigen."
Q: Wie berücksichtigt der überarbeitete Vorschlag zur Übernahme von ZIM die Bedenken der israelischen Regierung und der zuständigen Behörden hinsichtlich der maritimen Sicherheit und Unabhängigkeit Israels? (Aussage unseres CEO Rolf Habben Jansen)
A: „Wir haben den Anliegen, die im Rahmen unserer Gespräche mit der israelischen Regierung und den zuständigen Behörden an uns herangetragen wurden, sehr genau zugehört. Gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir nun an einem verbesserten Vorschlag, der darauf ausgerichtet ist, die maritime Sicherheit und Unabhängigkeit Israels weiter zu stärken. Der überarbeitete Vorschlag wird Israels Zugang zu wichtigen Schifffahrtsrouten, einschließlich der Verbindungen aus Asien, sichern und die Schutzmechanismen im Rahmen der Golden-Share-Regelungen weiter stärken. Die Vereinbarung wird darüber hinaus jegliche ausländische Einflussnahme auf den Transport sensibler israelischer Güter verhindern und stellt damit eine deutliche Verbesserung gegenüber der derzeitigen Regelung dar. Wir sind überzeugt, dass diese Transaktion einen weiteren wichtigen Meilenstein in den engen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel darstellen würde.“
Q: Welche zusätzlichen Kosten sind Hapag-Lloyd infolge des Konflikts im Nahen Osten entstanden? (Aussage unseres CEO Rolf Habben Jansen)
A: „Der weitaus größte Teil der 600 Millionen US-Dollar entfiel auf höhere Ölpreise. Hinzu kamen die Landbrücken, die wir einrichten mussten, Versicherungskosten sowie zusätzliche Lagerkosten für Container, die eine Zeit lang festsaßen.“
Q: Wie hat Hapag-Lloyd die Lieferketten in der Region aufrechterhalten? (Aussage unseres CEO Rolf Habben Jansen)
A: „Wir bieten unseren Kunden alternative Routen an. Wir haben eine Reihe von Landbrücken in die Länder des oberen Golfs eingerichtet, und das funktioniert gut. Das verursacht erhebliche zusätzliche Kosten, aber wir sind in der Lage, diese Lieferketten aufrechtzuerhalten.“
Q: Welche Rolle spielt das Rote Meer derzeit für Hapag-Lloyd? Sind weiterhin Schiffe in der Region unterwegs?
A: „Das Rote Meer spielt derzeit nur eine begrenzte Rolle in unserem Gesamtnetzwerk, da der weit überwiegende Teil unserer Dienste weiterhin über das Kap der Guten Hoffnung umgeleitet wird. Dennoch bleibt das Rote Meer eine wichtige Verkehrsroute für den Welthandel.
Die Dienste SE3 und SE4 innerhalb des Gemini-Netzwerks werden derzeit durch das Rote Meer und den Suezkanal geführt. Dabei kommen Schiffe zum Einsatz, die von unserem Gemini-Partner Maersk betrieben werden. Diese Entscheidung wurde nach einer sorgfältigen Bewertung der Sicherheitslage getroffen. Wir beobachten die weitere Entwicklung sehr genau und werden unser Netzwerk bei veränderten Rahmenbedingungen entsprechend anpassen. Ausschlaggebend bleiben dabei die Sicherheit der Besatzungen und Schiffe sowie der Schutz der transportierten Ladung.“
Q: Wie ist der aktuelle Status der Hapag-Lloyd-Schiffe, die von der vorübergehenden Schließung der Straße von Hormus betroffen waren?
A: „Alle Hapag-Lloyd-Schiffe, die von den vorübergehenden Schließung der Straße von Hormus betroffen waren und im Persischen Golf auf die Ausfahrt gewartet hatten, haben die Golfregion inzwischen sicher verlassen. Dies erfolgte erst nach sorgfältiger Bewertung der Sicherheitslage und in enger Abstimmung mit den relevanten Behörden, Sicherheitspartnern sowie unseren Teams an Bord und an Land. Aus Sicherheitsgründen geben wir keine weiterenEinzelheiten zu den Namen einzelner Schiffe, Routen oder Zeitplänen bekannt.“
Q: Was zeigt die Krise über die Widerstandsfähigkeit des Hapag-Lloyd-Netzwerks?
A: „Diese Krise hat gezeigt, dass unser Netzwerk widerstandsfähig ist. Die Auswirkungen auf den Rest unseres globalen Netzwerks waren begrenzt, und die Hub-and-Spoke-Struktur, die wir in Gemini gemeinsam mit Maersk betreiben, hat sich erneut als robust erwiesen. Dies unterstreicht, dass eine solche Struktur widerstandsfähiger sein kann als rein punktuelle Direktverbindungen.“
Q: Wie entwickelt sich das Gemini-Netzwerk? (Aussage unseres CEO Rolf Habben Jansen)
A: „Aufgrund des schlechten Wetters zu Beginn des Jahres hatten wir einen Rückgang in unserer Pünktlichkeit, lagen aber weiterhin deutlich über anderen Anbietern. In den vergangenen Monaten lagen wir wieder über der Marke von 90 Prozent, was ich unter den heutigen Bedingungen für wirklich gut halte.“
Q: Wie beurteilen Sie aktuell das Verhältnis von Angebot und Nachfrage? (Aussage unseres CEO Rolf Habben Jansen)
A: „Trotz des großen Orderbuchs sehen wir derzeit kein deutliches Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage. Im Gegenteil: Der Markt ist aktuell vergleichsweise eng. Das erklärt auch, warum die kurzfristigen Frachtraten zuletzt so deutlich gestiegen sind.“
Q: Wie wirkt sich das starke Wachstum auf den dominant legs auf den Bedarf an Equipment und Kapazitäten aus? (Aussage unseres CEO Rolf Habben Jansen)
A: „Die Ungleichgewichte nehmen weiter zu. Das bedeutet auch, dass die Kosten für die Repositionierung leerer Container steigen. Bei einem Gesamtwachstum von rund 15 Prozent über einen Zeitraum von drei Jahren benötigen wir dennoch etwa 25 Prozent mehr Kapazität, weil sich der Kapazitätsbedarf vor allem an den dominant legs der jeweiligen Trades orientiert. Dadurch wird unser Geschäft zugleich kapitalintensiver, da wir unsere Flotte schneller ausbauen müssen als das gesamte Transportvolumen wächst.“
Q: Wie ist der Ausblick für den Transpazifik-Trade? (Aussage unseres CEO Rolf Habben Jansen)
A: „Ein Ausblick für die Schifffahrt ist grundsätzlich immer schwierig. Aktuell sehen wir weiterhin eine starke Nachfrage in Richtung USA, sodass es derzeit nach einer weitgehend normalen Peak Season aussieht. Die Volumina sind weiterhin auf einem hohen Niveau. Ich gehe davon aus, dass sich die Entwicklung zunächst normal fortsetzt und die Nachfrage dann in Richtung Golden Week etwas nachlassen wird.“
Q: Hat sich die Containerschifffahrt strukturell verändert? (Aussage unseres CEO Rolf Habben Jansen)
A: „Von einer strukturellen Veränderung in der Containerschifffahrt zu sprechen, wäre aus meiner Sicht etwas weit gegriffen. Wir wissen, dass dieses Geschäft sehr volatil sein kann und sich die Entwicklung von Gewinn zu Verlust – und umgekehrt – innerhalb kurzer Zeit verändern kann. Persönlich halte ich auch die Saisonalität, die wir in diesem Jahr gesehen haben, nicht für außergewöhnlich.“
Q: Warum gewinnt der Bereich „Terminals und Infrastruktur“ für die Strategie von Hapag-Lloyd zunehmend an Bedeutung?
A: „Eine zuverlässige Linienschifffahrt hängt von mehr als nur Schiffen und Transportkapazitäten ab. Ein vorhersehbarer Zugang zu Liegeplätzen und eine leistungsfähige Terminalinfrastruktur sind ebenso wichtig. Über Hanseatic Global Terminals (HGT) tätigt Hapag-Lloyd daher gezielte Investitionen in strategische Drehkreuze und Zugangspunkte, um in Sachen Fahrplanzuverlässigkeit den Branchenmaßstab zu setzen, die operative Widerstandsfähigkeit zu stärken und den langfristigen Zugang zu Terminalkapazitäten zu sichern.“
Q: Wie wird die neue Investition in Rotterdam den Betrieb von Hapag-Lloyd stärken?
A: „Hapag-Lloyd hat vereinbart, einen Anteil von 25 % an APM Terminals Maasvlakte II zu erwerben und sich damit den langfristigen Zugang zu hochautomatisierten Umschlagkapazitäten an einem wichtigen nordeuropäischen Hub zu sichern. Durch den Ausbau des Terminals wird dessen Jahreskapazität auf bis zu 5,4 Millionen TEU steigen und die operative Widerstandsfähigkeit weiter gestärkt.“
Q: Welche Rolle wird Damietta im Gemini-Netzwerk spielen?
A: „Das neue Damietta Alliance Container Terminal, an dem Hapag-Lloyd einen Anteil von 39 % hält, hat den kommerziellen Betrieb aufgenommen. Mit einer geplanten Jahreskapazität von 3,3 Millionen TEU, 1.670 Metern Kaianlage und einer Wassertiefe von 18 Metern wird Damietta als wichtiger Hub Hafen für das Gemini-Netzwerk dienen und die branchenführende Zuverlässigkeit der Fahrpläne unterstützen.“
Q: Was ist für das Eurogate-Terminal in Hamburg geplant?
A: „Hanseatic Global Terminals plant den Erwerb einer 20-prozentigen Beteiligung an Eurogate Container Terminal Hamburg, das derzeit über eine jährliche Kapazität von 2,5 Millionen TEU verfügt. Die geplante Erweiterung nach Westen und die weitere Automatisierung sollen die Kapazität erhöhen und die Effizienz im Umschlag an einem der wichtigsten Hafenstandorte von Hapag-Lloyd verbessern.“
Q: Wie wird das neue Terminal in Aracruz das Wachstum von Hapag-Lloyd in Brasilien unterstützen?
A: „Der Erwerb einer 50-prozentigen Beteiligung an dem Greenfield-Terminalprojekt in Aracruz wird das Portfolio um eine künftige jährliche Kapazität von rund 1,2 Millionen TEU erweitern. Das Terminal ist für die neueste Generation großer Schiffe ausgelegt und wird die regionale Anbindung stärken sowie einen effizienten neuen Zugang zu den globalen Märkten bieten. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2028 vorgesehen.“
Q: Was bedeuten diese Investitionen für Kunden und den globalen Handel?
A: „Diese Investitionen sind wichtige Schritte zur Stärkung unseres globalen Terminalportfolios. Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir die weitere Entwicklung einer effizienten, zukunftsfähigen Terminalinfrastruktur unterstützen, von der unsere Kunden, die Häfen und der globale Handel profitieren.“
Q: Welche Auswirkungen haben die Kapazitätsbeschränkungen am Panamakanal auf die Liniendienste und Kunden von Hapag-Lloyd?
A: „Die Panamakanalbehörde hat aufgrund unterdurchschnittlicher Niederschlagsmengen vorsorgliche Kapazitätsbeschränkungen eingeführt. Aufgrund der begrenzten Kapazitäten und der starken Nachfrage steigt der Druck auf die Durchfahrten. Hapag-Lloyd arbeitet kontinuierlich daran, Durchfahrtskapazitäten zu sichern und mögliche Auswirkungen auf betroffene Liniendienste und damit auf die Kunden so gering wie möglich zu halten. Wir beobachten die Situation weiterhin und werden unsere Kunden über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden halten.“