(Letztes Update: 14. August) Auf dieser Seite finden Medienvertreter:innen die neuesten offiziellen Statements von Hapag-Lloyd zu wichtigen Entwicklungen in der Gesellschaft / im Unternehmen, strategischen Initiativen und branchenbezogenen Themen. Alle Informationen sind verifiziert, zuverlässig und stammen direkt aus erster Hand.
-
Statements
Q: Wie hat sich das Ergebnis von Hapag-Lloyd im zweiten Quartal 2026 entwickelt, und welche Prioritäten setzen Sie für die zweite Jahreshälfte? (Aussage unseres CEO Rolf Habben Jansen)
A: "Das zweite Quartal war besser als das erste und getrieben durch deutlich höhere Spotraten und eine robuste Nachfrage. Unser Gemini Netzwerk ist widerstandsfähig geblieben, hat weiterhin den Markt übertroffen und setzt damit die Messlatte für Fahrplantreue in unserer Branche. Gleichzeitig wächst unser Terminalgeschäft weiter und gewinnt zunehmend an strategischer Relevanz, unterstützt durch starke Umschlagsmengen und Investitionen in neue Assets. Im zweiten Halbjahr 2026 werden wir auf das Wachstum in der Linienschifffahrt und im Terminalbereich fokussiert bleiben und zugleich an strikter Kostendisziplin festhalten, um unsere finanzielle Leistungsfähigkeit weiter zu verbessern."
Q: Wie wirkt sich das starke Wachstum auf den dominant legs auf den Bedarf an Equipment und Kapazitäten aus? (Aussage unseres CEO Rolf Habben Jansen)
A: „Die Ungleichgewichte nehmen weiter zu. Das bedeutet auch, dass die Kosten für die Repositionierung leerer Container steigen. Bei einem Gesamtwachstum von rund 15 Prozent über einen Zeitraum von drei Jahren benötigen wir dennoch etwa 25 Prozent mehr Kapazität, weil sich der Kapazitätsbedarf vor allem an den dominant legs der jeweiligen Trades orientiert. Dadurch wird unser Geschäft zugleich kapitalintensiver, da wir unsere Flotte schneller ausbauen müssen als das gesamte Transportvolumen wächst.“
Q: Wie ist der Status der ZIM-Transaktion?
A: "Wir haben im Februar unterzeichnet. Am 30. April fand die außerordentliche Hauptversammlung statt, auf der die Transaktion genehmigt wurde. Nun durchlaufen wir die regulatorischen Verfahren - einerseits in Israel, aber auch weltweit, da wir aufgrund kartellrechtlicher Anforderungen in einer Reihe von Jurisdiktionen Anmeldungen vornehmen müssen."
Q: Warum ist das Unternehmen weiterhin davon überzeugt, dass die Transaktion strategisch sinnvoll ist?
A: "Die Logik hinter der Transaktion ist sehr klar: Es geht darum, unsere Position im Markt zu sichern, Zugang zu einer effizienten und modernen Flotte zu erhalten, Zugang zu einem hervorragenden Team und zu einer breiten Kundenbasis zu gewinnen. Und natürlich geht es am Ende auch um Synergien, die wir auf 300 bis 500 Millionen US-Dollar erwarten.
Der Kombination von Hapag-Lloyd und ZIM würde Hapag-Lloyds Marktposition als fünftgrößte Linienreederei weltweit sichern mit einer modernen Flotte von über 400 Schiffen, einer Kapazität von mehr als 3 Millionen TEU und einem jährlichen Transportvolumen von mehr als 18 Millionen TEU. Der Zusammenschluss würde das Netzwerk auf allen wichtigen globalen Handelsrouten stärken und ihre Führungsposition in wichtigen Wachstumsmärkten festigen."
Q: Welche zusätzlichen Kosten sind Hapag-Lloyd infolge des Konflikts im Nahen Osten entstanden? (Aussage unseres CEO Rolf Habben Jansen)
A: „Der weitaus größte Teil der 600 Millionen US-Dollar entfiel auf höhere Ölpreise. Hinzu kamen die Landbrücken, die wir einrichten mussten, Versicherungskosten sowie zusätzliche Lagerkosten für Container, die eine Zeit lang festsaßen.“
Q: Wie hat Hapag-Lloyd die Lieferketten in der Region aufrechterhalten? (Aussage unseres CEO Rolf Habben Jansen)
A: „Wir bieten unseren Kunden alternative Routen an. Wir haben eine Reihe von Landbrücken in die Länder des oberen Golfs eingerichtet, und das funktioniert gut. Das verursacht erhebliche zusätzliche Kosten, aber wir sind in der Lage, diese Lieferketten aufrechtzuerhalten.“
Q: Wie sieht der erwartete Weg für eine Rückkehr ins Rote Meer und in die Straße von Hormus aus? (Aussage unseres CEO Rolf Habben Jansen)
A: „Die Situation ist heute sicherlich besser als noch vor einem Jahr oder eineinhalb Jahren, und ich gehe weiterhin davon aus, dass wir eine schrittweise Rückkehr ins Rote Meer sehen werden. Das wird nicht über Nacht geschehen und in enger Abstimmung mit unseren Partnern erfolgen. Bei der Straße von Hormus ist die Entwicklung deutlich schwieriger vorherzusagen. Wir hoffen, dass sie bald wieder geöffnet wird, aber so weit sind wir noch nicht.“
Q: Welche Rolle spielt das Rote Meer derzeit für Hapag-Lloyd? Sind weiterhin Schiffe in der Region unterwegs?
A: „Das Rote Meer spielt derzeit nur eine begrenzte Rolle in unserem Gesamtnetzwerk, da der weit überwiegende Teil unserer Dienste weiterhin über das Kap der Guten Hoffnung umgeleitet wird. Dennoch bleibt das Rote Meer eine wichtige Verkehrsroute für den Welthandel.
Die Dienste SE3 und SE4 innerhalb des Gemini-Netzwerks werden derzeit durch das Rote Meer und den Suezkanal geführt. Dabei kommen Schiffe zum Einsatz, die von unserem Gemini-Partner Maersk betrieben werden. Diese Entscheidung wurde nach einer sorgfältigen Bewertung der Sicherheitslage getroffen. Wir beobachten die weitere Entwicklung sehr genau und werden unser Netzwerk bei veränderten Rahmenbedingungen entsprechend anpassen. Ausschlaggebend bleiben dabei die Sicherheit der Besatzungen und Schiffe sowie der Schutz der transportierten Ladung.“
Q: Wie ist der aktuelle Status der Hapag-Lloyd-Schiffe, die von der vorübergehenden Schließung der Straße von Hormus betroffen waren?
A: „Alle Hapag-Lloyd-Schiffe, die von den vorübergehenden Schließung der Straße von Hormus betroffen waren und im Persischen Golf auf die Ausfahrt gewartet hatten, haben die Golfregion inzwischen sicher verlassen. Dies erfolgte erst nach sorgfältiger Bewertung der Sicherheitslage und in enger Abstimmung mit den relevanten Behörden, Sicherheitspartnern sowie unseren Teams an Bord und an Land. Aus Sicherheitsgründen geben wir keine weiterenEinzelheiten zu den Namen einzelner Schiffe, Routen oder Zeitplänen bekannt.“
Q: Was zeigt die Krise über die Widerstandsfähigkeit des Hapag-Lloyd-Netzwerks?
A: „Diese Krise hat gezeigt, dass unser Netzwerk widerstandsfähig ist. Die Auswirkungen auf den Rest unseres globalen Netzwerks waren begrenzt, und die Hub-and-Spoke-Struktur, die wir in Gemini gemeinsam mit Maersk betreiben, hat sich erneut als robust erwiesen. Dies unterstreicht, dass eine solche Struktur widerstandsfähiger sein kann als rein punktuelle Direktverbindungen.“
F: Wie entwickelt sich das Gemini-Netzwerk? (Aussage unseres CEO Rolf Habben Jansen)
A: „Aufgrund des schlechten Wetters zu Beginn des Jahres hatten wir einen Rückgang in unserer Pünktlichkeit, lagen aber weiterhin deutlich über anderen Anbietern. In den vergangenen Monaten lagen wir wieder über der Marke von 90 Prozent, was ich unter den heutigen Bedingungen für wirklich gut halte.“
Q: Wie beurteilen Sie aktuell das Verhältnis von Angebot und Nachfrage? (Aussage unseres CEO Rolf Habben Jansen)
A: „Trotz des großen Orderbuchs sehen wir derzeit kein deutliches Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage. Im Gegenteil: Der Markt ist aktuell vergleichsweise eng. Das erklärt auch, warum die kurzfristigen Frachtraten zuletzt so deutlich gestiegen sind.“
Q: Wie wirkt sich das starke Wachstum auf den dominant legs auf den Bedarf an Equipment und Kapazitäten aus? (Aussage unseres CEO Rolf Habben Jansen)
A: „Die Ungleichgewichte nehmen weiter zu. Das bedeutet auch, dass die Kosten für die Repositionierung leerer Container steigen. Bei einem Gesamtwachstum von rund 15 Prozent über einen Zeitraum von drei Jahren benötigen wir dennoch etwa 25 Prozent mehr Kapazität, weil sich der Kapazitätsbedarf vor allem an den dominant legs der jeweiligen Trades orientiert. Dadurch wird unser Geschäft zugleich kapitalintensiver, da wir unsere Flotte schneller ausbauen müssen als das gesamte Transportvolumen wächst.“
Q: Wie ist der Ausblick für den Transpazifik-Trade? (Aussage unseres CEO Rolf Habben Jansen)
A: „Ein Ausblick für die Schifffahrt ist grundsätzlich immer schwierig. Aktuell sehen wir weiterhin eine starke Nachfrage in Richtung USA, sodass es derzeit nach einer weitgehend normalen Peak Season aussieht. Die Volumina sind weiterhin auf einem hohen Niveau. Ich gehe davon aus, dass sich die Entwicklung zunächst normal fortsetzt und die Nachfrage dann in Richtung Golden Week etwas nachlassen wird.“
Q: Hat sich die Containerschifffahrt strukturell verändert? (Aussage unseres CEO Rolf Habben Jansen)
A: „Von einer strukturellen Veränderung in der Containerschifffahrt zu sprechen, wäre aus meiner Sicht etwas weit gegriffen. Wir wissen, dass dieses Geschäft sehr volatil sein kann und sich die Entwicklung von Gewinn zu Verlust – und umgekehrt – innerhalb kurzer Zeit verändern kann. Persönlich halte ich auch die Saisonalität, die wir in diesem Jahr gesehen haben, nicht für außergewöhnlich.“