Smart Shipping: Internet of Things und Sensortechnologie in der Schifffahrt

Mehr Güter, längere Routen, höhere Komplexität und zahllose Datensilos stellen die globale Containerschifffahrt weiterhin vor große Herausforderungen. Der technische Fortschritt hat riesige Auswirkungen auf die Lieferketten und sorgt genau dort für Transparenz, wo sie leicht verloren geht. Heutzutage führt kein Weg an innovativen Produkten vorbei, um Fracht zu lokalisieren, Risiken zu prognostizieren und Lieferkettenprozesse zu optimieren. Erfahren Sie, wie die Reedereien und die gesamte Branche von der IoT-Technologie profitieren.

Digitalization Innovation Product Updates
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Smarte Container mit IoT-Sensoren (Internet of Things) erweisen sich gerade als eine der innovativsten Lösungen für transparente Lieferketten ohne blinde Flecken. Neben anderen technischen Entwicklungen wie der Automatisierung ganzer Häfen bringt die IoT-Technologie auch die Schifffahrt weiter voran.   

Was sind smarte Container?

Ein smarter Container ist nichts anderes als ein Standardcontainer, der mit IoT-Technologie ausgerüstet ist: Die Sensoren übertragen Daten in Echtzeit, z. B. zur Position des Containers, zu Temperatur und Feuchtigkeit sowie zu anderen wichtigen Parametern. Über Kommunikationsprotokolle gelangen diese Daten auf eine sichere Cloud-Plattform, die mithilfe von auf maschinellem Lernen basierenden Algorithmen wichtige Ereignisse erkennt und Prozesse verwaltet. Nutzer können dann über webbasierte Anwendungen auf verschiedene Informationen wie Bestandsdaten und die bereits erwähnten Parameter zugreifen.  

Hapag-Lloyd nutzt beispielsweise IoT-Geräte von Nexxiot und Orbcomm um im digitalen Tracking-Tool Live Position Positionsdaten auf Container- oder Transportebene anzuzeigen.

Die Bedeutung von IoT und smarten Containern   

Als Malcolm McLean 1956 den ersten Standardcontainer erfand, war dies ein riesiger Fortschritt für die effiziente Be- und Entladung von Schiffen. Fast 70 Jahre später ist es jetzt aktive Hardware, die die Containerschifffahrt revolutioniert.   

Die Einführung von IoT-Sensoren und die Nutzung von Software zur Datenerfassung haben eine neue Ära eingeläutet: Smarte Container mit Sensortechnologie ermöglichen die detaillierte Überwachung der Bedingungen und ein präzises Echtzeit-Tracking über alle Transportmittel hinweg. Außerdem lassen sich so Probleme wie Diebstahl, Schmuggel, Verderben oder Schäden verhindern. 

Welche Vorteile haben intelligente Container? 

Smarte Container machen Intermodaltransporte effizienter und sicherer. In der modernen Welt von heute dreht sich alles um Effizienz, Präzision und Nachhaltigkeit. IoT in der Schifffahrt hilft dabei, diese Ziele zu erreichen und hat folgende Vorteile:   

1. Transparenz und Kontrolle: Smarte Container zeigen transparent den Status, die Position und den Zustand der Güter und des Containers an. Dank dieser Transparenz können Supply Chain Manager fundierte Entscheidungen treffen und die Ressourcenverteilung optimieren.  

2. Optimierter Betrieb: Über IoT-Sensoren lassen sich Lieferkettenprozesse optimieren. Smarte Geräte in der Schifffahrt automatisieren manuelle Prozesse und reduzieren so menschliche Fehler. So laufen die Prozesse besser, die Lieferkettenplanung verbessert sich, der Transport ist schneller, die Lieferzeiten sind kürzer und die Kosten geringer.  

3. Nachhaltigkeit: Ein effizientes Tracking wirkt sich auch positiv auf die Nachhaltigkeitsziele aus. Optimierte und kürzere Transportrouten minimieren die CO2-Bilanz, was wiederum die Betriebskosten senkt und den Betrieb umweltfreundlicher macht.  

4. Kundenzufriedenheit: Im digitalen Zeitalter erwarten die Kunden zunehmend eine genaue und pünktliche Lieferung. Über das IoT-unterstützte Tracking haben sie ihre Güter immer im Blick. Das erhöht die Transparenz und schafft Vertrauen.  

5. Nachverfolgbarkeit: In bestimmten Branchen wie der Pharma- oder der Lebensmittelindustrie, für die strenge Vorgaben gelten, kann die IoT-Technologie besonders vorteilhaft sein. Diese wertvollen Güter müssen unter ganz bestimmten Bedingungen transportiert werden und die IoT-Technologie stellt sicher, dass diese überwacht und auf dem gesamten Transportweg eingehalten werden.   

6. Datenbasierte Entscheidungsfindung: Durch die Analyse von Daten, die bereits über smarte Container erfasst werden, können Muster erkannt und dann genutzt werden, um Routen, Bestände, Wartungsprogramme und die langfristige Wirtschaftlichkeit datenbasiert zu verbessern. 

Der Status quo: Wo steht die Schifffahrtsbranche in Bezug auf IoT? 

Smarte Container mit IoT-Sensoren machen nicht nur die genaue Position der Güter zugänglich, sondern sorgen auch dafür, dass die Qualitätsstandards während des Transports eingehalten werden. Beispielsweise kann man sehen, ob die Bedingungen für die Fracht optimal sind. Aus diesen Erkenntnissen können proaktive Anpassungen folgen, um das Risiko einer Beschädigung oder Verspätung zu minimieren.   

In einer Untersuchung von Drewry wurde festgestellt, dass 25 % der Container weltweit bis 2026 mit einer Form von IoT-Gerät ausgerüstet werden sollen, was dann wiederum weitere Innovationen ermöglicht. Daher ist es keine Überraschung, dass in einigen Reedereien bereits jetzt ein Wandel stattfindet, um IoT optimal nutzen zu können. Hapag-Lloyd gehört zu den ersten Carriern, die IoT-gestützte, smarte Container auf globaler Ebene anbieten. Diese Entwicklung lässt sich nicht mehr aufhalten. Immer mehr Reedereien werden ihre Container mit entsprechenden Geräten versehen, was wiederum mittelfristig deren Preis senken sollte. Gleichzeitig wird insbesondere die Nutzung von smarten Standardcontainern zunehmen. Unser Digitales Tool Live Position ist ein perfektes Beispiel dafür und liefert Transparenzdaten in Echtzeit. Man schätzt, dass sich die Zahl der smarten Kühlcontainer innerhalb der nächsten fünf Jahre auf über 10 Millionen versechsfachen wird. Hapag-Lloyd hat auch eine digitale Lösung für smarte Kühlcontainer: HL Live

Smarte Container sind die Zukunft der Schifffahrt   

Durch die Nutzung von smarten Containern gewinnen Unternehmen neue Erkenntnisse über ihrer immer komplexeren Lieferketten: Position, Ankunftszeit und äußere Bedingungen wie Temperatur sorgen für Transparenz und mehr Effizienz. Mithilfe der von IoT-Geräten in der Schifffahrt erfassten Daten lassen sich auch mögliche Schwachstellen in Liefernetzwerken identifizieren: Beispielsweise erkennt man leichter, wo häufiger Engpässe auftreten oder Fracht unterwegs beschädigt wird. Neben der Echtzeitinformation über Status und Position helfen smarte Container mit IoT-Technologie den Kunden auch dabei, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, indem sie die Lieferkette optimieren und für Transparenz sorgen.  

Die Zahl der smarten Container wird in Zukunft weiter steigen. Wettbewerber, die ihre Container bislang noch nicht mit IoT-Sensoren ausgerüstet haben, müssen die Digitalisierung angehen, um nicht den Anschluss zu verlieren.   

Hapag-Lloyd war die erste Reederei weltweit, die eine umfassende Sensortechnologie eingeführt hat, um Position, Status und Bewegung aller Standardcontainer in Echtzeit zu überwachen. Unser Ziel ist es, diese Position zu behalten und kontinuierlich weiter auszubauen, um so unseren Kunden einen langfristigen Mehrwert zu bieten und die Risiken in der Containerschifffahrt zu minimieren. 

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