Tracking und Tracing in der Schiffahrt: Was ist das und worin besteht der Unterschied?

Für eine effiziente Logistik ist es sehr wichtig, dass Sie immer genau wissen, wo sich Ihre Ladung zu einem bestimmten Zeitpunkt gerade befindet. Deshalb gibt es Systeme für Tracking und Tracing. In diesem Artikel beleuchten wir, was Tracking und Tracing in der Containerschifffahrt bedeutet, wie es funktioniert und warum es aus der Logistik inzwischen nicht mehr wegzudenken ist.

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Was ist eigentlich Tracking und Tracing? 

Das System Tracking und Tracing wird in der Containerschifffahrt benutzt, um die Reise der Fracht von ihrem Ausgangspunkt bis an ihr Ziel zu überwachen und nachzuverfolgen. Da Tracking und Tracing die Position eines Containers regelmäßig aktualisiert, können alle Beteiligten in der Lieferkette den Status des Transports überprüfen, Verzögerungen antizipieren und entsprechend planen. 

So unterscheiden sich „Tracking“ und „Tracing“ 

Auch wenn die beiden Begriffe häufig synonym verwendet werden, beschreiben sie doch zwei unterschiedliche Transparenzaspekte in der Schifffahrt:  

  • Tracking: Hierbei geht es um die Überwachung der aktuellen Position eines Containers oder eines Transports in (Beinahe-)Echtzeit. Mit diesem Prozess ist also nachvollziehbar, wo sich die Ladung zu einem bestimmten Zeitpunkt befindet. Sie können z. B. sehen, ob sich Ihr Container gerade auf einem Schiff befindet, in einem Umladehafen oder auf die Zollabwicklung wartet.  

  • Tracing: Hiermit ist die Möglichkeit gemeint, den Weg eines Containers nachzuvollziehen. Beim Tracing können Sie (oder andere Beteiligte) Ereignisse aus der Vergangenheit sehen, z. B. wann der Container verladen, entladen oder verspätet wurde. Damit wird die komplette Reise erfasst, was hilfreich sein kann, um Probleme zu lösen, Verzögerungen zu untersuchen oder um zu verifizieren, ob die Fracht auf der richtigen Route transportiert wurde.
     

Kurz gesagt erhalten Sie beim Tracking die aktuellen Positionsdaten und beim Tracing einen Überblick über die Reise.

So funktionieren Tracking- und Tracing-Tools 

Bei den Tracking- und Tracing-Tools arbeiten verschiedene Technologien Hand in Hand, darunter GPS, RFID (Radio-Frequency IDentification) und elektronischer Datenaustausch (EDI). Darüber können die Reedereien und Logistikanbieter die Position eines Containers in den verschiedenen Transportphasen kontinuierlich aktualisieren. Egal, ob er gerade auf See ist, in einem Hafen oder Terminal oder auf der Straße.  

Normalerweise wird jedem Container eine eigene Identifikationsnummer zugewiesen (die sogenannte Containernummer). Diese Nummer wird an unterschiedlichen Punkten entlang der Transportroute per Scan erfasst, z. B: 

  • bei der Ver- und Entladung im Terminal  
  • bei der Ein- oder Ausfahrt im Hafen  
  • während der Zollabwicklung  
  • im Transit, egal ob an Land oder auf See  

Sie können diese Informationen über die Tracking-Lösung in der Online Business Suite abfragen, wo Sie auch regelmäßige Updates über den Weg des Containers erhalten.    

2024 sind wir bei Hapag-Lloyd in Bezug auf Transparenz sogar noch einen Schritt weiter gegangen und haben unsere Transparenzlösung Live Position eingeführt. In diesem Tool erhalten Sie in Echtzeit die Positionsdaten für Ihre Transporte über an unseren Containern befestigte IoT-Geräte. 

Warum Tracking und Tracing für die Schifffahrt so wichtig sind 

Es gibt viele Gründe, warum Systeme zum Tracking und Tracing aus der Containerschifffahrt nicht mehr wegzudenken sind. Wir haben die wichtigsten Faktoren für den Einsatz von Tracking und Tracing in der Lieferkette zusammengestellt.  

1. Mehr Transparenz   

Mit Lösungen für Tracking und Tracing haben Sie und alle anderen Prozessbeteiligten komplette Transparenz über Ihre Ladung und können fast jeden Schritt auf deren Reise überwachen. So behalten Sie die Kontrolle über Ihre Lieferkette, können sicher sein, dass alles planmäßig verläuft, aber auch mögliche Verzögerungen oder Störungen schnell identifizieren.  

2. Mehr Effizienz  

Wenn sie Zugang zu den Positionsdaten haben, können Ablader, Verfrachter und Spediteure ihre gesamten Betriebsabläufe effizienter gestalten. Trifft ein Container beispielsweise aufgrund einer Überlastung des Hafens verspätet ein, können Sie als Ablader die Lieferplanung bereits vorher anpassen oder sich mit anderen Stakeholdern abstimmen, was die Ausfallzeiten und die Gesamtkosten reduziert.  

3. Besserer Kundenservice  

Dank Tracking und Tracing können Sie Ihren eigenen Kunden einen besseren Service bieten. Da Sie die Transportdaten beinahe in Echtzeit erhalten, können Sie Ihre Lieferpläne genauer kommunizieren und auch Kundenanfragen zum Status ihrer Lieferung schneller beantworten. Ein so hohes Maß an Transparenz fördert das Vertrauen und sorgt langfristig für zufriedenere Kunden.  

4. Geringere Risiken

Zudem lassen sich so Risiken wie Diebstahl, Fehlleitung oder Beschädigung der Fracht mindern. Wenn ein Container nicht mehr der geplanten Route folgt oder verspätet ist, können Sie sofort reagieren und das Problem lösen, was die finanziellen Auswirkungen sowohl auf den Ablader als auch auf den Empfänger abmildert. 

Fazit 

Die Systeme für Tracking und Tracing sind ein wichtiger Bestandteil der Containerschifffahrt, da sie Positionsdaten beinahe in Echtzeit liefern und die komplette Reise einer Ladung abbilden. Sowohl für Ablader, bei denen die Kontrolle über die Lieferkette eine entscheidende Rolle spielt, als auch für Empfänger, die dringend auf die Lieferung warten, ist die Möglichkeit zum Tracking und Tracing eines Containers im aktuellen Logistikumfeld ausgesprochen wertvoll.  

Wenn Sie den Tracking-Prozess für Ihre Container optimieren wollen, testen Sie doch unser Tracking-Tool und unser Tool Live Position, die zusammen beinahe in Echtzeit eine fast vollständige Transparenz bieten. 

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