Die Geschichte des Schiffscontainers: Wie eine Metallkiste die globale Logistik veränderte

Es ist noch nicht lange her, dass es keine Schiffscontainer gab. Bis zur Erfindung des Containers war der Transport von Waren ein langsamer, arbeitsintensiver und teurer Prozess. Gegenstände wurden manuell geladen und entladen und in verschiedenen Verpackungen wie kleinen Kisten, Taschen oder sogar lose ohne Verpackung transportiert. Offensichtlich nahm diese Arbeitsweise viel Zeit in Anspruch, und Waren wurden oft beschädigt oder gingen verloren. Doch dann, eines Tages Mitte der 1950er Jahre, änderte sich alles!

Innovation
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Die Erfindung und die frühen Tage des Schiffscontainers 

Als der amerikanische Unternehmer Malcolm McLean 1956 seine Erfindung, den Schiffscontainer, vorstellte, glaubte zunächst niemand, dass der Metallkasten die gesamte Logistikbranche auf den Kopf stellen würde. Technisch gesehen war McLean nicht der Erfinder des Containers, da das US-Militär während des Koreakriegs das Container Express-System (kurz: Conex) entwickelt hatte, aber er war der erste, der eine standardisierte Stahlkiste kommerzialisierte, die problemlos zwischen Schiffen, Lastwagen und Zügen übertragen werden konnte, ohne geöffnet oder verändert zu werden, um an das jeweilige Fahrzeug zu passen.

Ein weiterer großer Vorteil war, dass die Planung und Verstauung auf dem Schiff viel einfacher war, da die Container perfekt übereinander gestapelt werden konnten. Diese einfache Idee machte den Versand schneller, sicherer und viel günstiger. McLean's Innovation führte auch zur ersten Container-Schiff, der Ideal X - ein umgebautes Tankschiff - das 58 Container von New Jersey nach Texas transportierte.

Der erste Schiffscontainer war tatsächlich kein 20-Fuß-Container, wie wir ihn heute kennen. Tatsächlich war er 35 Fuß lang, was der Standardgröße eines amerikanischen Lastwagens entsprach - einige andere frühe Versionen waren auch 33 Fuß und 24 Fuß lang. Erst in den späten 1960er Jahren legte die Internationale Organisation für Normung (ISO) die gemeinsamen Standardgrößen von 20 und 40 Fuß in der Norm ISO 668 fest.

Wachstum und weltweite Akzeptanz des standardisierten Containers 

Wie bereits erwähnt, waren nicht alle von den standardisierten Boxen begeistert. Vor allem die Verbände der Hafenarbeiter waren zunächst dagegen, weil es bedeutete, dass ihre Arbeitsplätze nicht mehr benötigt würden. Doch in den 1960er Jahren erkannten immer mehr internationale Handelsunternehmen die Vorteile der Containerisierung – und die Möglichkeiten für neue Arbeitsplätze. Standardcontainergrößen wurden vereinbart, was es Ländern auf der ganzen Welt erleichterte, sie zu nutzen, da Arbeitsabläufe und Operationen reibungsloser und effizienter wurden.

Neben den kommerziellen Akteuren begannen auch Häfen damit, spezialisierte Terminals für Container zu bauen und ihre Arbeitsweise an die neue Entwicklung anzupassen. Der Hafen von Port Elizabeth in Newark gilt als erster „echter“ Containerhafen, da dort die Prozesse an die metallene Kiste angepasst wurden. Gleichzeitig mussten auch die Schiffe drastische Änderungen erfahren. Während die Ideal X ein umgebauter Tanker war, mussten geeignete Containertransportschiffe gebaut werden. In den 1980er Jahren hatte sich die Containerschifffahrt bereits weltweit verbreitet und die Kosten für den Transport von Waren erheblich gesenkt, und Containerhäfen waren in 90 % der Welt zu finden. 

Wichtige Innovationen in der Containertechnologie 

Seitdem hat sich viel verändert. Moderne Containerschiffe können nicht nur mehr als 24.000 TEUs transportieren, sondern die Vielfalt der verfügbaren Container und Technologien hat sich erheblich verändert, um sich an individuelle Frachtsbedürfnisse anzupassen. Aus diesem Grund haben wir heute eine Vielzahl von verschiedenen Containertypen, wie: 

  • Gekühlte Container (Reefer): Diese Container wurden eingeführt, um verderbliche Waren wie Lebensmittel und Medikamente zu transportieren. Sie haben integrierte Kühlsysteme, um die Artikel während langer Reisen frisch zu halten. Der erste Reefer-Container wurde 1966 auf den Markt gebracht und war Teil der ersten vollständig containerisierten transatlantischen Reise. 
  • High Cube-Container: High Cubes ähneln Standardcontainern, sind jedoch – wie Sie vielleicht erraten haben – einige Zoll höher, wodurch mehr Waren auf derselben Fläche gelagert werden können. Die ersten High Cubes wurden in den 1970er Jahren verwendet, als Unternehmen eine einfache Lösung suchten, um den Platz auf den Schiffen zu maximieren. 
  • Tankcontainer: Heute werden Tankcontainer häufig zum Transport von Flüssigkeiten und Gasen verwendet. Die ersten Markteinführungen fanden in den 1960er Jahren statt, jedoch ohne großen Erfolg, hauptsächlich aufgrund von Sicherheitsbedenken aufgrund unzureichender Materialstandards. Daher wurden die ersten weltweit erfolgreichen Tanks erst etwa 10 Jahre später, in den 1970er Jahren, eingeführt. 
  • Flat Rack Container: Technisch gesehen sind Flachracks keine wirklichen Container, da sie im Wesentlichen eine Plattform mit klappbaren Seitenpaneelen darstellen. Sie wurden auch in den 1970er Jahren eingeführt, als der Versand auch für den Transport von unregelmäßig geformter oder übermäßig schwerer und merkwürdig großer Fracht in Betracht gezogen wurde. 

Die Zukunft: Smarte Container und noch mehr transportierte Fracht 

Wie in fast jedem Bereich rund um den Globus, verbessert sich auch die Technologie in der Containerschifffahrt. Heute sind smarte Container mit Sensoren, GPS und Kommunikationssystemen ausgestattet, um Echtzeitdaten zu Temperatur, Standort, Feuchtigkeit und Sicherheit bereitzustellen. Der Einsatz von smarten Containern hilft Unternehmen und Akteuren der Lieferkette, ihre Güter zu verfolgen, Verluste zu reduzieren und die Effizienz zu verbessern.

So oder so: Der Schiffscontainer ist eine der wichtigsten Erfindungen im modernen Handel und hat die Art und Weise verändert, wie Waren rund um den Globus bewegt werden, indem der Versand schneller, sicherer und kostengünstiger wurde. Innovationen wie gekühlte und smarte Container verbessern die Branche weiterhin und sorgen dafür, dass der globale Handel effizient und zuverlässig bleibt. Die Zukunft des Versands sieht vielversprechend aus, da sich die Technologie immer weiterentwickelt. 

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