Refreshing Red Wine In a Glass

Vom Schiff ins Glas

Warum Wein nicht immer in Flaschen reisen muss

Wein und Flaschen, das gehört normalerweise zusammen. Auch, wenn obendrauf immer seltener ein Korken sitzt, sondern ein ganz normaler Schraubverschluss. Aber wussten Sie, dass viele Weine erst auf den letzten Metern zum Kunden in Flaschen abgefüllt und den größten Teil ihrer Reise auf einem Containerschiff in so genannten Flexitanks um die Welt transportiert werden?

Hapag-Lloyd transportiert auf seinen Schiffen 100.000 Standardcontainer (TEU) Wein pro Jahr. „Einen bedeutenden Teil davon verschiffen wir in solchen Kunststofftanks – vorwiegend aus den Weinanbaugebieten in Australien, Chile, Kalifornien und Südafrika nach Großbritannien und in die USA“, erläutert Karl-August Wittrock, Senior Sales Manager bei Hapag-Lloyd. Die Behälter werden in einen 20-Fuß-Standardcontainer verladen und fassen bis zu 24.000 Liter. „Die Nachfrage nach dieser Transportmöglichkeit ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Sie ist insbesondere für den Transport junger und verhältnismäßig preiswerter Weine interessant, denn dadurch können die Kosten pro transportiertem Liter deutlich gesenkt werden“, so Wittrock.


Direkt beim Kunden: Ein Flexitank in einem 20-Fuß-Container

Dank des Transports ohne Flaschen passt in einen mit Flexitank ausgestatteten 20-Fuß-Container mehr als vier Mal so viel Wein wie in eine mit Glasflaschen beladene, gleich große Box. Das macht den Transport einfacher – und noch preiswerter. Der Transport eines Liters Flaschenwein von Kalifornien nach London kostet beispielsweise 24 Euro-Cent. Beim Transport im Flexitank bezahlt der Kunde etwa die Hälfte weniger. „Ohne Flexitanks wäre es Verbrauchern unmöglich, in Supermärkten und Discountern Weine aus Australien, Chile oder Südafrika für wenige Euro zu kaufen“, sagt Bernd Jordan vom Getränkelogistiker JF Hillebrand, einem langjährigen Kunden von Hapag-Lloyd.

Kein Wunder also, dass Flexitanks speziell für den Transport von günstigen Weinen an Bedeutung gewonnen haben: 288 Millionen Liter Wein verschifft Hapag-Lloyd jährlich auf diese Weise. Hochpreisige Weine werden hingegen noch immer in Flaschen transportiert. Ganz besonders edle Tropfen reisen gar in speziell temperierten Reefern (Kühlcontainern), die exakt temperiert sind. So wird der Wein vor eventuellen Temperaturschwankungen geschützt. 


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Welche Transportart Kunden auch wählen – die Standards von Hapag-Lloyd sind hoch. „Das gilt sowohl für die Flexitanks als auch für die Container, in denen sie gestaut werden“, erläutert Karl-August Wittrock. So dürfen die Plastiktanks nicht älter als fünf Jahre sein und müssen extrem sauber und frei von Gerüchen gehalten werden. Ebenfalls von hoher Bedeutung sei der professionelle Einbau der Tanks. Um den Flexitank im Container zu schützen und Leckagen zu verhindern, werden Boden und Seitenwände vor dem Einbau mit schützender Kartonnage ausgekleidet.

Später, nach der Ankunft im Zielhafen, kümmert sich meist eine Spedition um den Weitertransport des Weins. Die Container mit den Flexitanks werden dazu per LKW oder auf dem Wasserweg zu den Weinkellereien befördert und später in Flaschen abgefüllt.

Damit die Qualität des Weins über die gesamte Transportkette hinweg konstant bleibt, wird dieser übrigens ständig kontrolliert: Vor der Beladung durch den Wein-Produzenten entnehmen Kontrolleure zum ersten Mal Stichproben und senden diese zur Kontrolle an den Empfänger. Nach der Ankunft im Zielhafen werden erneut kleine Proben entnommen und analysiert. Wenn der Wein dann im Glas sein Aroma entfaltet, hat er so manche Qualitätskontrolle hinter sich – und nicht selten viele tausend Seemeilen.


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